Gehörlosenschule Camberg
Ein fantastischer Abend war das Ergebnis einer 5 Jahre dauernden Projektarbeit der Hörgeschädigtenschule in Bad Camberg. Anja Gilles, Lehrerin an der Freiherr-von-Schütz-Schule für Kinder und Jugendliche mit einer Hörschädigung , setzte sich über diesen langen Zeitraum mit ihrem Team für ein Filmprojekt ein, dessen Ergebnis ein sehr gelungener Film über die Entstehung der Schule war.
Freiherr von Schütz selbst gründete im Amtshof 1820 in Bad Camberg als erster und einziger Gehörloser eine Schule im deutschsprachigen Raum mit dem Ziel, die Gebärden-, Schrift- und Lautsprache zu vermitteln. Im Rahmen der Filmpremiere wurde dann auch der Amtshof Schauplatz der Anmoderation und Vorstellung des Projekts für die 500 Interessierten, bevor es zur Filmvorführung ins benachbarte Kurhaus ging.

Insgesamt waren – trotz sehr hoher Eigenbeteiligung durch viele Freunde und Bekannte – Kosten von über 23.000 € entstanden, 5.000 € übernahm die Carls Stiftung durch Finanzierung der Schnitt- und Regiekosten bei diesem einmaligen Projekt. Fraternitas Signorum – die Bruderschaft der Zeichen war der gleichsam anmutige wie sinnvoll Titel des Films. Anschaulich zeigt er die Schwierigkeiten von Gehörlosen und der Verbreitung „Ihrer Sprache“, die auch in der heutigen Zeit noch nicht überall anerkannt ist.
Eine Reise durch Deutschland wird er in jedem Fall antreten, Köln, Hamburg und Berlin sind schon eingeplant. Und eine Veröffentlichung mittels DVD ist ebenfalls in Arbeit.
Mehr zum Film gibt es unter www.freiherr-von-schuetz-schule.de/film

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